Der Tod des Autors

Der Tod des Autors ist ein Aufsatz des Franzosen Roland Barthes. Er handelt davon, dass der Autor eines literarischen Textes die Kontrolle über sein Werk verliert, sobald dieser gelesen wird. Demnach obliegt die Interpretation dem Leser, der niemals vollständig nachvollziehen kann, was der Autor damit auszudrücken versuchte. Der geschriebene und der gelesene Text sind also nicht identisch, auch wenn sie aus der selben Zeichenfolge bestehen. Folglich existieren soviele Versionen eines Textes, wie es Leser dieses Textes gibt (+1 für den Autor), auch wenn diese Versionen nur in den Köpfen der Leser vorhanden sind.

Quelle: Wikipedia