Snow Crash von Neal Stephenson

Die Welt ist auf unzählige Firmen aufgeteilt, auch die Regierung, die Kirche und die Mafia sowie die Polizei sind selbsständige Unternehmen. Jedes hat seine eigenen Gesetze und es kommt vor, dass das Nachbarshaus bereits in einem anderen «Land» ist. Es gibt eine virtuelle Realität, Hunde-Cyborgs und hochentwickelte Gadgets. Hiro Protagonist (ja, der Helden-Protagonist heisst wirklich so!) ist Hacker, Schwertkämpfer und Pizzalieferant – entschuldigung, er ist natürlich kein Pizzakurier sondern ein Deliverator. Zusammen mit einer 15-jährigen Skateboard-Kurierin versucht er den namensgebenden Snow Crash aufzuhalten, ein Computervirus, das mehr als nur das Metaverse bedroht. Die Funktionsweise des Virus ist gut durchdacht und glaubwürdig (es hat etwas mit Sprache zu tun, mehr verrate ich nicht).

Das Buch ist voller Action, Spannung, Überraschungen. Was wie ein gewöhnlicher Cyberpunk-Roman beginnt, wird immer vielschichtiger, je tiefer man in diese Welt eintaucht.

Gelesen auf Englisch (Deutsche Version erhältlich), Verlag Penguin Books, 440 Seiten, Erstveröffentlichung 1992.